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KULTURPREIS

Hubert von Goisern Kulturpreis

Der Hubert von Goisern Kulturpreis

zur Förderung von Talent und Beharrlichkeit wird vergeben für außerordentliches Engagement und Leistungen im Bereich Musik. Zur Unterstützung inspirierter und inspirierender Menschen sowie zur Förderung innovativer Lösungen und Ideen die dem Gemeinwohl zugute kommen. Die Auszeichnung ist mit jährlich 15.000 Euro dotiert und für neun Jahre ausgelobt.

"Ich selbst wurde in meinen mittellosen Anfangszeiten von vielen Leuten unterstützt. Und diese Leute taten das, weil sie an das glaubten, was ich mache. So will ich das auch halten: Mit dem Preis will ich Menschen unterstützen, die sich künstlerisch auf eine Art und Weise mit der Welt auseinandersetzen, die ich für spannend und wichtig halte. Ich bin in der privilegierten Lage, so etwas tun zu können." – Hubert von Goisern

Liebe Bewerber/innen für den HvG Kulturpreis 2022 ...

Die Entscheidung ist gefallen und auch dieses Jahr sind viele von euch, die es ohne Zweifel auch verdient hätten ausgezeichnet zu werden, nicht zum Zug gekommen. Allein es wäre niemandem damit gedient, wenn wir die Butter auf zu viele Brote verteilen würden. Die Jury musste sich also entscheiden und hat sich, nach eingehendem Studium aller 135 Bewerbungen, für jene drei Kandidaten entschieden, die ihren Vorstellungen am meisten entsprochen haben.
Ich bedanke mich - auch im Namen aller Jury Mitglieder für die zahlreichen, spannenden und vielfältigen Einsendungen. Bleibt dran an euren Träumen und Visionen. Mit besten Wünschen für einen schönen und musikalischen Sommer verbleibe ich,

Herz&Licht

Hubert von Goisern

Wir gratulieren den Preisträgern des Hubert von Goisern Kulturpreises 2022

Alicia Edelweiss

Alicia DannerSchon der Name verweist raffiniert auf Form und Inhalt der Musik von Alicia Danner: Alicia Edelweiß nennt sie sich auf der Bühne. Doch dem lächerlichen, alpinen Klischee, das im Blumennamen freilich mitschwingt, wird flott und schräg der Teufel ausgetrieben. Schnell wird hörbar, dass die Originalität des Namens der Originalität und Frische ihrer Musik locker, ja lässig standhalten kann. Charme, Mut und Witz ergänzen sich zu einer Mischung, die kratzt und widerborstig gegen jeden Traditionskram gebürstet wird und sich dennoch stets mit der weltumarmenden Wärme des Akkordeons umhüllt. Das weckt Erinnerungen an die rohe Wildheit der New Yorker Anti-Folk-Bewegung ebenso wie sie geschickt freigeistig mit Andeutungen der Klänge des Alpenraumes spielt. Nichts dabei ist provinziell, alles spielt in einer großen weiten Welt, die sich nicht um Grenze schert, schon gar nicht wenn es darum geht, dass Danner ihre theatralische Ader nicht nur in den Songs, sondern auch in schrägen Outfits und auch mit dem Hauch von Varieté ausspielt. Poesie und Pop, Weird-Folk und jazzige Spielerei, Märchenwald und Kunstlied vereinen sich zu einem Bekenntnis des Seltsamen, das von einer unbändigen Lust – und auch dem Talent – zu unbedingter Eigenständigkeit geprägt ist.
www.aliciaedelweiss.com

Ingrid Hofer

Ingrid HoferGehörlose und hörende Kinder zum Tanzen zu bringen – das ist die Idee von Ingrid Hofer, geboren 1976 in Lustenau und seit vielen Jahren auf verschiedenen Ebene künstlerisch tätig. Für dieses Projekt hat sie ihre erste CD mit Kinderliedern mit dem Titel Teddy Eddy - Achtung! Fertig! Los! zu einer Tanz- und Bewegungs-DVD erweitert – übersetzt in die Österreichischen Gebärdensprache. Es ist ein Pilotprojekt, das in der Gehörlosen-Community seinesgleichen sucht.  Bescheiden meint Hofer, ihr Projekt solle "einfach nur Freude machen". Und doch tut es weit mehr. Es fördert die Sensibilisierung für ein Thema, das - um es mit einem Wortspiel zu formulieren - noch allzu oft überhört wird. Die Standhaftigkeit, mit der die Vorarlbergerin Hofer an ihrem Projekt festhält, ist beeindruckend. Und ebenso beeindruckend ist es, wie es ihr gelingt den Fokus auf einen Rand der Gesellschaft zu werfen. Dieser Rand meint nicht nur jene, die mit Hörbeeinträchtigung leben müssen, sondern Kinder überhaupt. Sie sind – Corona hat es gezeigt – oft und recht schnell an den Rand gedrängt, doch es ist eben genau dieser vermeintliche Rand, aus dem die Zukunft wächst. Für diese Zukunft schafft – ganz im Sinn einer inklusiven Gesellschaft – Ingrid Hofer und durch ihre Arbeit und ihre Inspiration. Sie kreierte Chancen, um an einem künstlerischen, unterhaltsamen und auch spielerisch lehrreichen Programm mitmachen zu können.
www.ingridhofer.com

Marcus Hinterberger

Marcus HinterbergerAus dem Nichts kommt nichts, auch wenn der Pinzgauer Marcus Hinterberger, Jahrgang 2000, wie au dem Nichts aufgetaucht ist und dann gleich zu einem veritablen Held in der Welt der Sozialen Medien wurde. Das gelang ihm mit einem Blues, mit dem er wie mit einem Skalpell in eine besonders in Österreich durch die Corona-Pandemie offengelegte Wunde schnitt. Mit seinem "Ischgl-Blues" prangert er die Auswüchse des Tourismus an. Danach nahm er sich mit dem "Bürgermeister-Blues" die Katastrophe der österreichischen Raumordnung vor. Hinterberger, gleich mit seinem ersten Song Publikumsliebdung beim FM4-Protestsongcontest – und damit kräftiges Sprachrohr einer jungen Generation -, schöpft aus einer Welt, die in Wanken gerät, die gefährlich aus den Fugen gerät. Hinterberger will sich damit keinesfalls abfinden. Seine Songs sind beseelt von einem Widerstandsgeist gegen eine Gesellschaft, in der das Geschäft einiger weniger über das Gemeinwohl gestellt wird. Dazu braucht er nichts als seine Gitarre und es gelingt ihm mit klaren, einfachen Worten, die Tradition des Protestsongs fortzusetzen. Der Student der Theater- und Filmregie will nun auf einer ausgedehnten Weltreise Gleichgesinnte auftreiben und musikalische Proteststimmen anderer Länder für ein Album sammeln.
www.youtube.com/MarcusHinterberger

Die Jury

Hubert von Goisern

Hubert von Goisern - Vorsitz

Musiker Komponist und Produzent im Spannungsfeld zwischen Welt- und Volksmusik, zwischen Tradition und Moderne. www.hubertvongoisern.com

Bernhard Flieher

Bernhard FlieherKulturjournalist Seit 1992 ist Bernhard Kulturredakteur und Kolumnist der Salzburger Nachrichten. Er ist in der Redaktion für Popkultur/Popmusik zuständig. Neben Publikationen zum Thema Popkultur und Popmusik in verschiedenen in- und ausländischen Zeitungen und Zeitschriften, hat er auch zwei Bücher veröffentlicht. Als Musikplattenaufleger ist er auch tätig, unterwegs mit DJ-Abenden gepaart mit Lesungen. www.sn.at/autor/bernhard-flieher

Günter Huemer

Günter HuemerKulturarbeiter Programmgestaltung im Brucknerhaus Linz von 1994 bis 2009, Projektleitung der Linzer Klangwolken, Management und Programm der Veranstaltungsarena Linz sowie Umsetzung großer Freiluftkonzerte im Linzer Stadion. Seit 2017 Künstlerischer Leiter und Obmann des Kulturvereins VOI - Kultur am Markt - in St.Martin im Mühlkreis, Oberösterreich. Ein wesentlicher Teil seiner Kulturarbeit gehört der Unterstützung und Förderung junger Künstlerinnen und Künstler. www.voikultur.at

Elisabeth Schneider

Elisabeth SchneiderKulturmanagerin und -vermittlerin Geschäftsführerin bei dem in 1981 gegründeten Kulturverein "Das Zentrum" in Radstadt, der zu den bedeutendsten Kulturinstitutionen des Landes Salzburg gehört. Als künstlerische Leiterin ist Elisabeth für Programm- und Projektentwicklung sowie für die Umsetzung zuständig. Seit Jahren hat sie überregionale Tätigkeit u.a. im Landeskulturbeirat der Salzburger Landesregierung, Leader Pongau, usw. www.daszentrum.at

Margarethe Hlawa-Grundner - Koordination

Margarethe Hlawa-GrundnerMusikerin & Kulturveranstalterin Margarethe schloss das Studium im Geigenkonzertfach am Salzburger Mozarteum ab. Derzeit tritt sie vor allem mit dem Kammerorchester Salzburg Chamber Soloists auf und engagiert sich in zahlreichen anderen Formationen. Im Sommer 2015 eröffnete sie mit ihrem Ehemann in Hallein das Café Kurkuma. Von Beginn an war die kleine Bühne im Café auch Schauplatz für Kunst. Seit April 2019 ist sie Obfrau des Vereins Kunst im Ziegenstall der die Bühne im jetzigen Pan Café betreibt. www.kunst-im-ziegenstall.at

Bisherige Gewinner

Der Hubert von Goisern Kulturpreis 2023

Die Vergabe des Hubert von Goisern Kulturpreises erfolgt einmal jährlich. Gemeinsam mit einer Jury wählt Hubert von Goisern Künstlerinnen und Künstler aus, deren Schaffen und Streben Förderung verdient und nötig hat. Die finanzielle Unterstützung durch den Kulturpreis soll die Preisträger ermutigen, ihre Arbeit fortzusetzen, ihre Kreativität auszuleben, die Öffentlichkeit daran teilhaben zu lassen und Anderen eine Inspiration zu sein.

Der großen, jährlich ansteigend Anzahl von Einreichungen geschuldet, hat sich der Preisstifter schweren Herzens entschlossen, einige Einschränkungen vorzugeben. Zum einen sind ab nun ausschließlich Bewerber/innen mit österreichischem Hauptwohnsitz zugelassen und zum anderen nur mehr solche aus dem Bereich Musik. Die Bereiche Bildende Kunst, Tanz, Film, Literatur… können leider nicht mehr berücksichtigt werden. Nach wie vor preiswürdig sind Veranstaltungs- und sozialpädagogische Initiativen im Bereich Musik. 

Bewerbungen für den Hubert von Goisern Kulturpreis 2023 werden zwischen 1. Oktober 2022 und 31. März 2023 entgegengenommen. Sollten Sie Fragen haben, wenden Sie sich bitte an: kulturpreis@hubertvongoisern.com